Produkte für die Qualitätsrenovierung

Streichkalk

Mineralisches Anstrichmittel auf Basis von Weißkalkhydrat. Bildet nach Trocknung eine wischfeste Oberfläche. Für Feuchträume, Waschküchen, Garagen, Kellerräume, Weinkeller, Ställe und ähnliche Flächen. Auf schlagregengeschützten, mineralischen Untergründen auch im Außenbereich anwendbar. Ideal für denkmalgeschützte Gebäude. Zeichnet sich durch einen hohen Weißgrad und sehr gute Atmungsaktivität aus.

  • mineralisches Anstrichmittel auf Basis von Weißkalkhydrat
  • gebrauchsfertig
  • ideal für Feuchträume, Waschküchen, Garagen, Keller u. ä.
  • hoher Weißgrad
  • wischfest
  • hoch wasserdampfdiffusionsfähig
  • frei von Konservierungsstoffen, Lösungsmitteln und Weichmachern
Gebindegrößen: 1 Stück
Palette: 40 Stück
Art.-Nr.: 100035
EAN: 4016215100035
Jens Köhler

Jens Köhler

Veröffentlicht am: Lesezeit: 4 Min.

Für welche Untergründe eignet sich Streichkalk?

Streichkalk eignet sich besonders für saugfähige, mineralische Untergründe, bei denen ein atmungsaktiver und natürlicher Anstrich gewünscht ist. Ideal ist er für kalk- und zementhaltige Putze sowie mineralische Altanstriche. Auch weitere mineralische Untergründe wie Lehmputz oder Beton können je nach Beschaffenheit geeignet sein. Damit der Anstrich optimal haftet, sollte der Untergrund trocken, sauber und tragfähig sein.

Streichkalk: Vor- und Nachteile

Streichkalk ist ein mineralischer Anstrich auf Basis von Weißkalkhydrat. Er verbindet eine natürliche Optik mit atmungsaktiven Eigenschaften und eignet sich besonders für Feuchträume, Keller oder historische Gebäude. Durch die Auswahl weniger Rohstoffe sowie den Verzicht auf Lösungsmittel, Weichmacher, Konservierungsmittel und Kunststoffbindemittel eignet sich der Streichkalk besonders gut für empfindliche Personen und alle, die Wert auf ein natürliches Raumklima und mineralische Baustoffe legen. Gleichzeitig sollte der Untergrund passend gewählt und die Verarbeitung sorgfältig erfolgen.

Vorteil Nachteil
Natürlich mineralisch: Streichkalk ist frei von Lösungsmitteln, Weichmachern und Konservierungsstoffen. Untergrund entscheidend: Streichkalk ist nicht für jeden Untergrund geeignet, auf Dispersionsfarben nur nach Prüfung.
Atmungsaktiv: Unterstützt ein ausgeglichenes Raumklima durch hohe Wasserdampfdiffusionsfähigkeit. Vorbereitung notwendig: Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein.
Geeignet für Feuchträume: Die hohe Alkalität unterstützt natürliche Eigenschaften gegen Schimmel. Sorgfältige Verarbeitung erforderlich: Für ein gleichmäßiges Ergebnis ist der richtige Auftrag entscheidend.
Wischfeste Oberfläche: Nach der Trocknung entsteht eine edel matte und nicht kreidende Oberfläche. Deckkraft abhängig vom Untergrund: Je nach Saugfähigkeit können mehrere Anstriche erforderlich sein.

Streichkalk anwenden: Schritt für Schritt

Schritt 1

Schritt 1

Untergrund vorbereiten

Vor dem Streichen wird der Untergrund geprüft und vorbereitet. Lose Stellen, alte Tapeten und schlecht haftende Anstriche werden entfernt. Auf nicht-mineralischen Untergründen empfiehlt sich ein Probeanstrich, um die Haftung zu prüfen. Untergründe wie Dispersionsfarben müssen eine matte Oberfläche haben, die Wasser aufnehmen können.

Kleine Risse oder Unebenheiten können vorab mit einer passenden mineralischen Spachtelmasse ausgebessert werden. Bei stark saugenden, sandenden oder kreidenden Flächen empfiehlt sich eine Grundierung mit Silikat-Fixativ.

Schritt 2

Schritt 2

Streichkalk vorbereiten und abtönen

Vor der Verarbeitung wird Streichkalk gründlich aufgerührt. Für farbige Innenanstriche kann er mit geeigneten mineralischen Abtönpasten (lw-oxyd) abgetönt werden. Dabei sollte die empfohlene maximale Zugabe von 4 Prozent nicht überschritten werden. Für Außenanstriche ist ein Abtönen nicht vorgesehen.

Schritt 3

Schritt 3

Streichkalk auftragen

Der Auftrag erfolgt mit Rolle, Bürste, Pinsel, Flächenstreicher oder einem geeigneten Spritzgerät. Für den ersten Anstrich kann der Streichkalk bei Bedarf leicht mit Wasser verdünnt werden. Beim Airless-Spritzen muss der Streichkalk vorher mit einem 0,5 mm Sieb drucklos gesiebt werden.

Der Deckanstrich wird unverdünnt aufgetragen. Damit die Fläche ruhig und gleichmäßig wirkt, sollte ohne lange Unterbrechungen gearbeitet werden.

Schritt 4

Schritt 4

Deckkraft aufbauen

Streichkalk entwickelt seine finale Wirkung erst während der Trocknung. Wenn der Anstrich zunächst ungleichmäßig oder nicht vollständig deckend erscheint, ist das nicht ungewöhnlich. Je nach Untergrund, Saugverhalten und gewünschter Optik können mehrere Anstriche notwendig sein.

Schritt 5

Schritt 5

Trocknen lassen und überarbeiten

Unter normalen Bedingungen ist baufan Streichkalk nach etwa 5 Stunden getrocknet. Weitere Anstriche mit Streichkalk sind anschließend problemlos möglich.

Soll später ein anderes Beschichtungssystem folgen, sollte die vorhandene Kalkschicht zuvor abgewaschen oder abgebürstet werden.

Technisches Informationsblatt

Anwendungsbereich

Mineralischer Streichkalk auf Weißkalkhydrat-Basis für Innen- und Außenflächen. Wischfest, atmungsaktiv, ideal für Feuchträume und Denkmalschutz geeignet.

Vorbereitung

Für alle mineralischen Untergründe wie kalk- und zementhaltige Putze und Anstriche. Der Untergrund muss alkalibeständig, trocken, sauber, tragfähig, staub- und fettfrei sein. Loses Material, alte Tapeten und schlecht haftende Anstriche vom Untergrund entfernen. Stark saugende, sandende und kreidende Untergründe mit baufan Silikat-Fixativ vorbehandeln. Im Zweifelsfall Probeanstrich vornehmen. Risse, Löcher und Unebenheiten mit einer geeigneten baufan Spachtelmasse ausbessern.

Verarbeitung

Vor Gebrauch gut aufrühren und mit Rolle, Bürste, Pinsel, Flächenstreicher oder geeignetem Spritzgerät auftragen. Als Voranstrich kann die Farbe ggf. bis 15% mit Wasser verdünnt werden; als Deckanstrich unverdünnt auftragen. Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch mit klarem Wasser reinigen.

Trockenzeit:
ca. 5 Stunden unter Normalbedingungen (+20 °C, 65% rel. Luftfeuchtigkeit, mäßig saugender Untergrund); bei ungünstigen Bedingungen entsprechend längere Trockenzeit.

Abtönen:
Im Innenbereich abtönbar mit max. 4% mit Universal-Abtönkonzentraten (LW Oxyd-Typen). Für Außenanstriche nicht abtönen.

Hinweise zum Airless-Spritzauftrag:
Vorab muss der Streichkalk drucklos gesiebt werden (Maschenweite 0,5 mm).
Maschinenfilter: 30 mesh
Spritzwinkel: 40°-50°
Düse: 0,025 – 0,027
Spritzdruck: 120 – 180 bar

Verbrauch

Glatte Flächen/feines Putzkorn → ab 150 ml/m²
Genaue Verbrauchsmenge durch Probeanstrich am Objekt ermitteln.

Lagerung

Gebinde gut verschlossen, kühl, aber frostfrei lagern.

Hinweise

Verarbeitungstemperatur:
+5 °C bis +30°C für Material, Umluft und Untergrund.

Vor der Verarbeitung die sicherheitsrelevanten Daten im Sicherheitsdatenblatt beachten. Aktuelle Sicherheitsdatenblätter erhalten Sie über unsere Website www.baufan.de.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht zu streichende Flächen (Glas, Holz u. ä.) abdecken und vor Spritzern schützen. Während der Verarbeitung und Trocknung für ausreichende Belüftung sorgen. Bei Spritzarbeiten Kombifilter A2/P2 verwenden. Essen, Trinken und Rauchen während des Gebrauchs der Farbe ist zu vermeiden. Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder Erdreich gelangen lassen.

Im Außenbereich ist die Haltbarkeit des Anstriches stark von witterungsbedingten Einflüssen abhängig. Der Streichkalk kann mit Zugabe von baufan Latex-Bindemittel kunstharzvergütetet werden. Dadurch werden die Scheuerbeständigkeit und die Witterungsstabilität verbessert. Nicht mit anderen Farben mischen.

baufan Streichkalk lässt sich wieder problemlos mit dem gleichen Material überstreichen. Vor dem Auftrag anderer Beschichtungsarten sollte der Streichkalk grundsätzlich abgewaschen bzw. abgebürstet werden.

Entsorgung:
Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Eingetrocknete Materialreste können über den Hausmüll oder als Baustellenabfall entsorgt werden. Flüssige Reste nach EWC-Abfallschlüssel Nr. 08 01 12 entsorgen.

GISCODE für Beschichtungsstoffe: BSW60
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